Das Kunstwerk „par terre" von Andreas Oldörp lockt den Besucher schon von weitem an. Im Garten des 21.Jahrhunderts wachsen neun vergoldete Pfeifen wie aus einem imaginären Wurzelwerk aus dem Boden hervor. Die Klanginstallation grüßt zum goldenen Dach des Schlosses und erfüllt mit seinem feinen polyphonen Klang den Raum. Die Klangquellen sind eigens für diese Arbeit gefertigte Pfeifen, die nach dem Prinzip der Orgelpfeifen gebaut sind. Diese speziellen Pfeifen tönen auch, wenn sie nur ganz zart angeblasen werden. Das erlaubt Andreas Oldörp, die Klänge genau auf diesen Garten hin einzustimmen. Ein Klanggewebe entsteht, das sich vom Wasserplätschern und Gräserrauschen abhebt und doch mit ihm verbindet. Eine ganz eigene Klangdichte bildet sich, die vergleichbar der Duftintensität von Pflanzen, Blumen und Hölzern ist: wie in einem musikalischen Hausgarten.
1959 geboren in Lübeck-Travemünde, 1978-88 Hochschule für Bildende Künste, Hamburg, 1983/84 Universität Paris/Nanterre. Zahlreiche Preise, Stipendien, Lehraufträge. Lebt und arbeitet in Hamburg.
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www.oldoerp.de