Kai Schiemenz hat mitten im Naturpark, dicht bei der naturgeschützten Orchideenwiese, für den Besucher dieses verwunschenen Ortes das begehbare Modell eines
Theatro della Memoria aufgebaut, eines Theaters der Erinnerung, das auf die italienische Renaissance zurückgeht. Schiemenz entführt die Besucher in eine Art meditative Theateraufführung, in der sie Wachstum, Nutzen und Schönheit der Natur auf besondere Weise erleben können. Zu beobachten sind spezielle Orchideen, die ihre Nahrung aus der Luft beziehen und Austernpilze, die - einmal in den Nährboden ausgesät - keine weitere Nahrung benötigen. Zu beobachten ist auch der Zuschauer beim Zuschauen. Der Titel der Arbeit ("Wo die Erde der Himmel die Erde ist") geht auf einen Dokumentarfilm aus den 1960er Jahren zurück, der das Bevölkerungswachstum und den rapiden Klimawandel untersuchte.
1966 geboren in Erfurt, 1990-91 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, 1991-98 an der UdK Berlin, 1999 Meisterschüler, 2000 GASAG-Kunstpreis, Berlin, 2004 Projektstipendium, Hauptstadt Kulturfond, Berlin, 2005 Artist-in-Residence, Villa Aurora, Los Angeles, USA, 2008 Artist-in-Residence, Lehrtätigkeit Monash University Melbourne, Australien. Lebt und arbeitet in Berlin.
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